Horst unterweg mit und ohne Rad

VW T3 durch Iran

Februar 23rd, 2012 Posted in Allgemein, Reisen, VW T3 durch Iran

Nun ist es endlich soweit 8 Oktober 2011 wir reisen über Dogubyazyt in den Iran ein.

Die Ausreise geht schnell und unkompliziert. Die Einreise in den Iran ebenfalls schnell und unkompliziert auch mit unserem Hund haben wir keine Probleme. Eine Dieselkarte kaufen wir nicht, nach langem hin und her brauchen wir keine kaufen (Achtung auf der Grenze wird bezüglich Dieselkarte viel Betrug gemacht). Wir fahren über Khoy und Ormiyen (sehenswerter Basar) nach Tabriz wo wir wieder unsere Schweizer Freunde treffen. Der erste Eindruck ist sehr positiv, freundliche Menschen, gut ausgebaute Straßen und sehr viele alte PKW und LKW. In Tabriz stehen wir im El-Goli Park. Diesel bekommen wir ebenfalls auch ohne Tankkarte, es ist kein Problem .Nach 3 Tagen geht’s dann endlich los, zuerst besuchen wir noch Kadovan(sehr interessante Höhlenwohnungen) weiter über Myandoab geht’s Richtung  Takht-e- Soleyman (naja gibt was Interessanteres). 10 Kilometer weiter fahren wir in eine grandiose Landschaft etwas abseits der Straße geht es über eine gute Piste in das Dorf Berenjeh. Zu Fuß wandern wir einige Stunden in einer grandiosen Vulkanlandschaft(Krater von Berenjeh). Über Zanjan,Soltaniyeh(sehenswertes Mausoleum) und Rudbar nach Bandar Azali. Wir überqueren das erste Mal das Kuhha-ye-Albroz  Gebirge. Auf über 2200 Meter geht’s rauf (Fidel schnauft ordentlich), grandiose Aussicht. In Bandar Azali besuchen wir den Fischmarkt oder was von ihm noch übrig ist. Die Menschen sind dort sehr freundlich und für Späßchen aufgelegt(super Fotomotive).Entlang der Schwazmeersküste  fahren wir nach Chaltus und von dort aus über das  Kuhha-ye-Albroz  Gebirge nach Teheran. Eine grandiose Straße, enge Schluchten und man kommt auf 2400 Meter rauf. In Teheran stehen wir beim Iman Khomeni Mausoleum  wo wir mit der Metro in die Stadt fahren können. 3 Tage stehen wir dort  (gratis). Teheran ist eine Stadt ohne Zentrum und Flair, es gibt viele Museum und Verkehr.(Golestan-Palast sehenswert).

2. Teil:  Teheran - Gonbad- e – Kavus (Turkmenische Grenze) durch die Wüste  Dasht-e-Kavir nach Yazd.

Nach 3 Tagen verlassen wir Teheran und fahren über Eyvanaki  nach Damavand.  Zum ersten Mal sehen wir den Damavand (5671m), ein Traum Wetter haben wir, nur es ist verdammt kalt in der Nacht. Nach langem hin und her beschließen wir den Berg nicht zu besteigen, beide sind wir zu stark verkühlt. In der Nacht fällt uns noch die Standheizung aus so hat es in der Früh -2 Card im Bus, wir stehen auf 2400m also nichts wie weg. In Gonbad- e – Kavus treffen wir wieder unsere Schweizer Freunde, wir werden gemeinsam durch die Wüste  Dasht- e – Kavir nach Yaz fahren. Die Landschaft um Gonbad- e – Kavus ist flach auch die Menschen haben sich verändert. Große Männer und Frauen in bunten Gewändern sehen wir. Noch einmal überqueren wir das  Kuhha-ye-Albroz  Gebirge, es ist schon spät, die Berge sind schon Schnee bedeckt. 4 Mal haben wir das Gebirge überquert. Fidel ist an seine Grenzen gestoßen. In Damghan kaufen wir nochmal ein. 3 Tage brauchen wir nach Jaz. Die Daasht- e- Kavir ist eine steppenartige Wüste. Zum Teil flach dann wieder Gebirge ein Wechselspiel der Landschaft. Abends stehen wir irgendwo und geniesen die absolute Ruhe. Nach 3 Tagen sind wir in Jaz  angekommen, wir stehen beim Silk  – Road Hotel und treffen das Erste Mal Österreicher mit einem VW Bus, sie sind unterwegs nach Indien. Yazd (sehenswerte Stadt).

Teil 3: Yazd – Esfahan – Salzsee Daryacheh-ye-Namak – retour nach Shiraz.

Nach 4 Tagen verlassen wir Yazd und fahren über Abadeh nach Esfahan wo wir eine Woche bleiben. Wir stehen am Parkplatz beim Park Hasht Behesht wo wir 5 Euro für die Nacht bezahlen. Der Parkplatz liegt zentral 5 Minuten zum Zentrum. Es gibt viel zu sehen in Esfahan. Leider ist es schon sehr kalt um diese Zeit (Mitte November). Dort treffen wir auf Bernd und Bärbl (Landytrack .de) sie sind alte Hasen in Bezug auf Reisen. In Esfahan verlängern wir unser Visum, es geht ganz leicht und unkompliziert. Nach einer Woche wollen wir dann weiter, über Kahsan (unbedingt anschauen, wundervolle alte Herrenhäuser)  fahren wir zum Salzsee Daryacheh. Vorher machen wir noch einen Abstecher nach Abyaneh sehr schön und super Fotomotive.  Ab Aron geht’s dann auf einer Piste (ca.70km) zum Salzsee und zu den großen Sanddünen. Wir bleiben 3 Tage dort es ist einfach super und grandios. (Achtung nicht weiterfahren als zu den 2 Sanddünen dann beginnt Militärgebiet). Regen macht uns die Abreise leichter vom Salzsee. Über Ysaul fahren wir dann nach Shiraz. Das Wetter verschlechtert sich zunehmends, Regen und Schnee auf den Bergen, wir sind immer in einer Höhe von 1500 Meter, abends ist es sehr kalt. Ich glaube wir sind einfach ein Monat zu spät dran. In Shiraz besuchen wir Persepolis und die Felsengräber von Seydan (unbedingt anschauen) auch einige Gärten wo die Dichter begraben sind schauen wir uns an. Die Fahrt über Yasul ist sehr sehenswert, grandiose Bergkuliese.

Teil 4 Shiraz – Bandar Abbas.

Nach 4 Tagen verlassen wir Shiraz und fahren Richtung  Bandar Abbas, wo wir mit dem Schiff nach Sahacha (V.A.E) übersetzen werden. Zuerst geht’s nach Firuzabad, das Wetter wird immer schöner und wärmer. In Bandar Charak sehen wir zum ersten Mal das Meer. Auch treffen wir die ersten Araber, die dort leben. Bevor wir jedoch den Iran verlassen, wollen wir noch ein paar Tage auf der Insel Qeshm verbringen. Dort  bekommen wir zum ersten Mal keinen Diesel ohne Karte, nach langem betteln und bitten bekommen wir dann 20 Liter. Die Insel ist der Stützpunkt der Schmuggler, viele Boote sehen wir, die gerade von Dubai kommen, sie habe alles möglich geladen. Sonst gibt die Insel nicht viel her, leider können wir nicht gemeinsam baden, weil das im Iran verboten ist. Nach 3 Tage verlassen wir die Insel und fahren nach  Bandar Abbas, wo wir uns das Ticket für die Fähre besorgen. 3 Tage stehen wir noch in Bandar Abbas in einem Park am Meer, weil die Fähre nur 2 Mal die Woche geht. Für unseren Bus bezahlen wir 600 Euro, wir machen aber alles selber. Die Verschiffung und die nötigen Papiere zu bekommen ist sehr kompliziert und nervenaufreibend. Ich kann nur jedem empfehlen sich einen Agenten zu nehmen; es kostet ein wenig mehr, spart aber Nerven und Zeit, wir habe 7 Stunden gebraucht bis wir alle Papiere zusammen hatten.

Resüme:

  • Die Diesel-karte ist nicht notwendig, sie erleichtert aber das Tanken.Dieselpreise 0,15-0,35 Cent. Eine Autoversicherung bringt nichts, man hat sowieso schuld. Die Menschen sind sehr freundlich, hilfsbereit und korrekt.Manchmal kann das sehr anstrengend sein. Wild campen ist kein Problem, man kann fast überall stehenbleiben. Lebensmittel gibt es überall, nur Brot ist manchmal schwer zu bekommen. Frauen müssen ein Kopftuch tragen und Beine und Arme bedecken, Männer lange Hosen.Der Hund ist kein Problem, man muss sich aber im Klaren sein, dass er im Iran eine Attraktion ist und man erregt immer Aufmerksamkeit.Das Visum  bekommt man auch in der Türkei.Ohne Carnet de Passage kommt man nicht ins Land.Die Straßen sind sehr gut, es gibt genügend Tankstellen.Grenzübertritt sollte man in Khabashi Pa in oder Esendere machen diese Grenzübertritte sind am einfachsten. Bei Gesprächen mit den Menschen sollte man auf keinen Fall politisieren, man weiß nie mit wem man spricht. Visum verlängern kann man in allen größeren Stäten, die Frau braucht ein Bild, wo sie ein Kopftuch trägt. Das Land ist sehr sicher, man brauch keine Angst zu haben, dass man überfallen wird.GPS funktioniert im Iran. Die Grenze zu Afghanistan und Pakistan sollte man meiden, es sind viele Schmuggler unterwegs. Internetcafés gibt es fast überall in den Städten, nur viele sind für gewisse Seiten gespert.


    Zum Schluss möchte ich noch eines schreiben, ich war noch nie in einem so schönen und abwechslungsreichen Land.Die Politik diese Landes ist viele Iranern ein Dorn im Auge aber sie können momentan nichts dagegen machen, zu stark und brutal ist die Staatsmacht. Höflichkeit,Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit wird dort jeden Tag gelebt. Es gibt eine Vielzahl von historischen Plätzen und die Landschaft ist sehr abwechslungsreich.Wander,Bergsteigen,Radfahren, klettern alles ist möglich wichtig ist nur die richtige Zeit; bei uns war es im November schon sehr kalt.Wir waren 7 Wochen im Land,sind 8000 Kilometer gefahren(ca 900Liter Diesel , gesamt kosten ca 100 Euro).Wir wurden nie bedroht oder bestohlen. Ein respektvoller Umgang im Land erleichtert vieles und vermeidet Probleme.



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